Kopie_von_IMG_2341Hallo, ich bin Katharina Bauer, 28 Jahre jung und bin wegen Gleichgewichtsstörung durch eine Arterienblutung im Hirnstamm gehunfähig.

Ich habe vor meinem Schlaganfall an einer privaten Berufsfachschule für Kommunikationsdesign in Hamburg Grafik-und Kommunikationsdesign studiert und erfolgreich abgeschlossen.

Am 18. März 2010 hatte ich aus heiterem Himmel während meiner Minitätigkeit einen Schlaganfall. Es hat sich bei MRT in der Notaufnahme herausgestellt, dass es sich um ein Aneurysma handelt. Das ist so ähnlich, wie bei einem Fahrradschlauch, wenn er zu dünn an einer Stelle ist, vollgepumpt mit Luft wird und dann dort platzt.

Nach meinem Schlaganfall in März 2010 konnte ich kaum sprechen, nicht frei auf der Bettkante sitzen, weder stehen noch gehen, auch hatte ich eine Halbseitensensibilitätsstörung und konnte rein gar nichts spüren. Alleine essen oder sich waschen und anziehen ging überhaupt nicht. Da ich immer noch Doppelbilder sehe, muss immer, wie vor zwei Jahren nach meinem Schlaganfall, ein Auge zugedeckt werden.

Mein Gesundheitszustand hat sich durch viele Therapien schon etwas gebessert. Meine Sprache ist jetzt einigermaßen verständlich. Das Schreiben, wenn es auch langsam geht und für mich anstrengend ist, macht Spaß und ich bin sehr froh und stolz, dass ich wieder so kommunizieren kann. Ich übe das Stehen, Gehen an einer Stange und das Balancehalten mit diversen Übungen.

Die Hippotherapie ist für meine Balance super Möglichkeit, da sie die Bewegungen des Pferderückens im Schritt bietet, den gleichmäßigen Rhythmus in Verbindung mit therapeutisch nutzbaren Tempounterschieden und Gleichgewichtsanforderungen. Über das Becken werden Rumpfaktivitäten wie Halte- und Gleichreaktionen initiiert - wie sie im normalen Gehen automatisch ablaufen. Ziele der Therapie sind symmetrischer freier Sitz ohne Einsatz der Hände als Haltefunktion, Übertragung des Gangmusters auf den Körper und damit Hilfe beim Erlernen des Gehens. Gleichzeitig können vorhandene Sensibilitätsstörungen mit Hilfe des Pferdes beseitigt werden.

Die Krankenkasse übernimmt leider keine Kosten für die Hippotherapie, verhelfen Sie mir bitte zu der Freiheit. Hippotherapie droht genau an dem zu scheitern, an dem Gesundheit eigentlich nie scheitern dürfte – am Geld.

Ich möchte Selbstständigkeit leben und nicht immer auf Hilfe angewiesen und Pflegefall sein.

laufen
Mit diesem Schreiben möchte ich nicht nur um eine Spende für die Hippotherapie bitten, sondern auch eine Message senden. Das Leben ist von einem Augenblick auf den anderen leicht zu zerbrechen, man muss es schätzen und „Jeden Tag neu leben …“

Neu bist du,
wenn du staunst,
weil jeden Morgen Licht da ist;
wenn du glücklich bist,
weil deine Augen sehen, deine Hände fühlen,
deine Füße laufen; wenn du singst,
weil dein Herz schlägt.

Neu bist du,
wenn du weißt,
dass du lebst;
wenn du denkst,
dass heute der erste Tag vom Rest deines Lebens beginnt.

Neu bist du,
wenn du mit reinem Blick auf Menschen und Dinge schaust,
wenn du noch lachen kannst,
wenn du dich freuen kannst über die einfachen, kleinen Blumen am Wege deines Lebens.
- Phil Bosmans -

 

Wir danken Ihnen, dass Sie sich die Zeit nahmen, diesen Artikel zu lesen. 

Seniorenreisebegleiter

Sabine Meyer