Paralympics

Mit rund 540 Athleten starten am Wochenende die X. Paralympischen Spiele in Vancouver. Schon bei den ersten Wettbewerben kämpfen 17 deutsche Behindertensportler um die begehrten Medaillen.

 

 

Ohne ihren Fahnenträger Frank Höfle, aber mit berechtigten Medaillen-Hoffnungen starten die deutschen Sportler in die Paralympics. Gleich 17 von 20 Aktiven des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) bestreiten zum Auftakt in Vancouver und Whistler ihre ersten Wettkämpfe. Während Langläufer und Biathlet Höfle erst am 15. März nach seinem 15. Paralympics-Gold strebt, sind die Alpinen Gerd Schönfelder und Martin Braxenthaler sowie Biathletin Verena Bentele erste heiße deutsche Medaillenanwärter.

Trotz des Wintereinbruchs mit großen Neuschneemengen erwartet das Internationale Paralympische Komitee (IPC) schon für die ersten 16 von 64 Entscheidungen beste Voraussetzungen. «Die Athleten werden hier perfekte Bedingungen vorfinden. Die Standards der Paralympics haben mittlerweile ein dauerhaft hohes Level erreicht», sagte IPC-Präsident Philip Craven.

Mit dem Schwung vom Weltcup-Finale in Aspen (USA) gelten Schönfelder und Braxenthaler als heiße Anwärter auf Podestplätze. Schönfelder hatte in der stehenden Klasse den Gesamt-Weltcup gewonnen sowie die kleinen Kristallkugeln für alle Disziplinen. In der sitzenden Kategorie holte sich Braxenthaler neben dem Gesamtsieg auch die Trophäen im Super-G, in der Super-Kombination und im Riesenslalom. Beim Training in Whistler wiesen beide starke Form nach, hatten sich aber noch Luft nach oben gelassen.

Ihre Dominanz in dieser Saison will die blinde Biathletin Verena Bentele mit einem Sieg fortsetzen. Nach einem Sturz und schweren Verletzungen war die 28-Jährige im Januar mit vier Weltcup-Siegen in die Saison gestartet. «Natürlich muss ich jetzt noch besser auf mich acht geben, aber ich lasse mich nicht unterkriegen. Mein Ziel ist Gold in Vancouver», sagte siebenfache Paralympics-Siegerin.

Wir wünschen den Athleten viel Erfolg und viele Medaillen

news/meyer